Eigenen VPN-Server für den Fernzugriff einrichten

19 Min. Lesezeit

Ein VPN ist nützlich, wenn Sie auch von unterwegs auf die Geräte Ihres Heimnetzwerks zugreifen möchten, beispielsweise auf einen Dateiserver oder einen Netzwerkspeicher. Durch die Einrichtung eines eigenen VPN-Servers können Sie ein virtuelles privates Netzwerk erstellen, mit dem sich nur von Ihnen autorisierte Geräte verbinden können. Auf diese Weise müssen Sie Ihre Heimdienste nicht direkt für das Internet freigeben.

Die Einrichtung mag auf den ersten Blick kompliziert erscheinen, da sie eine serverseitige Konfiguration, einen entsprechenden Netzwerkzugang sowie entsprechende Client-Einstellungen erfordert. Der Artikel erläutert, wozu ein VPN dient, wie Sie den Zugriff von zu Hause oder aus der Ferne einrichten können und wie Sie die OpenVPN-Konfiguration auf das verbundene Gerät exportieren können.

Wir gehen die erforderlichen Netzwerkeinstellungen, die Portweiterleitung sowie die Rolle von Schlüsseln und Zertifikaten durch. Außerdem wird erläutert, wie Sie zwischen OpenVPN und WireGuard wählen können und wovon die Verbindungsgeschwindigkeit abhängt. Die einzelnen Schritte helfen Ihnen dabei, einen Zugang einzurichten, der zu Ihrem Heimnetzwerk und Ihrem Verwendungszweck passt.

Exportieren einer OpenVPN-Konfigurationsdatei

  1. Richten Sie die Erreichbarkeit des Servers ein. Geben Sie in der Konfiguration des OpenVPN-Servers die von außen erreichbare Adresse, das Protokoll und den Port an. Das vorgestellte Beispiel verwendet UDP und den Port 50015. Weisen Sie den VPN-Clients einen separaten Adressbereich zu; verwenden Sie nicht erneut Ihr privates LAN-Netzwerk. Beispielsweise könnte die Adresse des lokalen Netzwerks 192.168.1.0/24 lauten.
  2. Exportieren Sie das Kundenprofil. Erstellen Sie die OpenVPN-Konfigurationsdatei über die Server-Verwaltungsoberfläche oder mithilfe eines Befehlszeilentools. Diese enthält in der Regel die Zugriffsadresse, den Port, das Übertragungsprotokoll sowie die Zertifikatsdaten. Sollten Sie zusätzlich Zertifikats- oder Schlüsseldateien erhalten, speichern Sie diese bitte zusammen mit dem Profil. Behandeln Sie die exportierten Daten vertraulich, da sie Zugriff auf das VPN gewähren können.
  3. Installieren Sie den Client und importieren Sie anschließend das Profil. Wählen Sie im OpenVPN-Client die Option „Importieren“ und öffnen Sie die exportierte Datei. Unter Android verwendet die vorgestellte Konfiguration eine TUN-Schnittstelle, da der betreffende Client die TAP-Schnittstelle nicht unterstützt. Unter Windows befolgen Sie bitte die Importschritte der Anwendung und geben Sie anschließend die Anmeldedaten ein. Das verbundene Gerät benötigt zudem einen Internetzugang.
  4. Wählen Sie die passende Router-Lösung aus. Die Benutzeroberfläche vorkonfigurierter VPN-Router kann das Laden des Client-Profils vereinfachen, doch die Einstellungen können je nach Gerät variieren. Überprüfen Sie die Routing-Einstellungen und die DNS-Konfiguration des Routers sowie, welche Geräte ihren Datenverkehr über das VPN leiten sollen. Die für die Serverinstallation verwendete VPS-Umgebung kann auch durch die VPS-Server-Infrastruktur bereitgestellt werden.
  5. Schützen und verwalten Sie den Zugriff. Zu den Risiken eines eigenen VPN-Servers zählen das Durchsickern von Client-Profilen, veraltete Software und unbefugter Zugriff. Halten Sie den Server auf dem neuesten Stand, beschränken Sie den Zugriff und widerrufen Sie die Zugangsdaten von nicht mehr genutzten Clients. Verbinden Sie sich in Ungarn über ein VPN nur mit Netzwerken, für die Sie eine Berechtigung besitzen, und halten Sie sich an die Vertragsbedingungen des Anbieters.
  6. Überprüfen Sie die Verbindung und die Leistung. Vergleichen Sie nach dem Verbindungsaufbau die externe IP-Adresse mit der Adresse vor der Nutzung des VPN und führen Sie anschließend einen DNS-Leak-Test durch. Unter Windows zeigt der Status „Verbunden“ im VPN-Profil eine erfolgreiche Verbindung an. Die Geschwindigkeit Ihres Heim-VPNs wird hauptsächlich durch die Upload-Bandbreite und die Route nach Ungarn bestimmt. Auch die Verschlüsselung und die Auslastung des Servers beeinflussen die Latenz.

Bei PPPoE-Passthrough kann die Funktionsweise der Internetverbindung von den Einstellungen der Router abhängen. Laut einer Antwort im Forum kann der eigene Router, wenn er an den ETH1-Anschluss des Sagemcom angeschlossen ist, bei Verwendung von PPPoE-Passthrough die PPPoE-Verbindung selbst herstellen. Bei Verwendung von PPPoE-Passthrough kann die Set-Top-Box, wenn sie an einen der LAN-Anschlüsse des Anbieterrouters angeschlossen ist, unabhängig vom eigenen Router funktionieren. Auf diese Weise können die Internetverbindung des eigenen Routers und die Verbindung der Set-Top-Box über getrennte Wege hergestellt werden.

Der Router des Anbieters ist in der Regel über eine direkte LAN-Verbindung erreichbar, vom dahinterliegenden Router aus jedoch nur, wenn Sie dort eine statische Route einrichten und das Gerät dies unterstützt. Bei der Überprüfung werden die Erreichbarkeit des Anbieterrouters, die im Router angezeigte Adresse und das Ping-Ergebnis separat geprüft. Vergleichen Sie die im Router angezeigte Adresse mit der öffentlichen IP-Adresse, die auf einer externen Prüfseite angezeigt wird. Der Router kann Ping-Anfragen auch dann blockieren, wenn das Netzwerk des Internetanbieters diese nicht filtert; daher beweist ein fehlgeschlagener Ping allein nicht, dass das Netzwerk des Internetanbieters die Anfragen blockiert.

VPN-Zugang über das lokale Netzwerk oder das Internet

Von zu Hause aus ist der VPN-Server über das lokale Netzwerk erreichbar, aus der Ferne müssen Sie sich jedoch über das Internet mit ihm verbinden. Bei einem OpenVPN-Server zu Hause leiten Sie den verwendeten Port an die feste interne IP-Adresse des Servers weiter und weisen Sie der wechselnden öffentlichen IP-Adresse mithilfe von dynamischem DNS einen festen Namen zu.

  1. Entscheiden Sie, auf welches Netzwerk Sie zugreifen möchten. Wenn Sie das VPN nur im lokalen Netzwerk testen, verwenden Sie die interne Adresse des Servers und die Routing-Einstellungen des Clients. Für eine Fernverbindung ist die öffentliche Adresse des Routers oder dessen dynamischer DNS-Name erforderlich. Der Adressbereich der VPN-Clients sollte separat sein: Im Beispiel wird das Netzwerk 192.168.2.0/24 verwendet, während die Adresse des Heim-LANs 192.168.1.0/24 lautet.
  2. Notieren Sie sich die interne IP-Adresse des VPN-Servers. Richten Sie auf dem Server eine statische IP-Adresse ein, die außerhalb des DHCP-Bereichs Ihres Routers liegt. Geben Sie diese Adresse als Ziel für die Portweiterleitung an. Sollte sich die Adresse Ihres Computers oder NAS nach einem Neustart ändern, leitet der Router externe Anfragen möglicherweise an das falsche Gerät weiter, sodass keine Fernverbindung hergestellt werden kann.
  3. Richten Sie die Portweiterleitungsregel ein. Leiten Sie im OpenVPN-Beispiel den UDP-Port 1194 an die feste LAN-Adresse des VPN-Servers weiter. Richten Sie die Regel auf dem Router ein, der direkt mit dem Internet verbunden ist. Bei einem sekundären Router, der im AP-Modus betrieben wird, kann es erforderlich sein, den VPN-Port auch auf dem Hauptrouter zu öffnen und weiterzuleiten.
  4. Beachten Sie die Route zwischen den beiden Routern. In einem Beispiel lautet die Adresse des HGW des Anbieters 192.168.1.4 und die des TP-Link-Routers 192.168.1.250. Wenn der OpenVPN-Server hinter dem zweiten Router läuft, muss die externe Anfrage die Regeln beider Geräte durchlaufen. Überprüfen Sie auch die Firewall, da die Sicherheitsregeln des NAS oder des Routers die Verbindung aus dem Internet herausfiltern könnten.
  5. Richten Sie einen dynamischen DNS-Namen ein. Verknüpfen Sie den gewählten Namen mithilfe eines Aktualisierungsprogramms, das auf Ihrem Router oder im Netzwerk läuft, mit der aktuellen öffentlichen IP-Adresse. Auf diese Weise können Sie den Namen auch dann im OpenVPN-Client verwenden, wenn Ihr Provider eine neue Adresse zuweist. Legen Sie im exportierten Profil die Serveradresse ebenfalls auf diesen Namen fest.
  6. Testen Sie den externen Zugriff. Stellen Sie die Verbindung von einem Computer oder Smartphone her, das über mobiles Internet verbunden ist, und nicht über dasselbe WLAN-Netzwerk. Überprüfen Sie mit einem externen Port-Checker die Erreichbarkeit des UDP-Ports 1194 und sehen Sie sich anschließend das Protokoll des VPN-Servers an. Testen Sie nach erfolgreichem Handshake, ob der Client die gewünschte lokale Adresse erreichen kann.
  7. Wählen Sie aus, welcher Datenverkehr über das VPN geleitet werden soll. Wenn Sie lediglich auf Ihren Heim-Dateiserver oder ein anderes lokales Gerät zugreifen möchten, leiten Sie den Datenverkehr des Clients an die entsprechenden LAN-Adressen weiter. Sollten Sie den gesamten Internetdatenverkehr über Ihre Heimverbindung leiten wollen, können Sie in der OpenVPN-Konfiguration die Einstellung „redirect-gateway def1“ verwenden. In diesem Fall hängt die gesamte Übertragungsgeschwindigkeit auch von der Upload-Geschwindigkeit des Servers ab.

Zweck und Anwendungsfälle eines VPNs

  1. Legen Sie fest, auf welche Geräte Sie zugreifen möchten. Ein VPN ist ein virtuelles privates Netzwerk, mit dem sich nur bestimmte Computer verbinden können. Es ermöglicht Ihnen beispielsweise den Fernzugriff auf einen Heimserver, einen Netzwerkspeicher oder einen Drucker. Die Einrichtung eines eigenen VPN-Servers ist sinnvoll, wenn Sie eine sichere Verbindung benötigen, um auf eine Ihrer eigenen Netzwerkressourcen zuzugreifen.
  2. Wählen Sie zwischen Fernzugriff und der Weiterleitung des gesamten Datenverkehrs. Sie können das VPN so konfigurieren, dass nur die Adressen Ihres Heimnetzwerks erreichbar sind. Alternativ kann der gesamte Internetverkehr Ihres Geräts auch über den VPN-Tunnel geleitet werden. Dies kann den Traffic aller Anwendungen betreffen; bitte beachten Sie daher bei Videoanrufen oder Online-Spielen mögliche Verzögerungen.
  3. Nutzen Sie es für die Arbeit im Homeoffice, um auf die erforderlichen internen Systeme zuzugreifen. Im Homeoffice können Sie über ein VPN auf den internen Dateiserver oder eine Verwaltungsoberfläche zugreifen. Anstatt diese direkt über das Internet zugänglich zu machen, können Sie den Zugriff auf authentifizierte VPN-Verbindungen beschränken. Die Routing-Einstellungen des für die Arbeit genutzten Computers und des VPN-Servers legen fest, welche internen Adressen erreichbar sind.
  4. Richten Sie für jeden Client ein eigenes Profil ein. Erstellen Sie separate WireGuard-Konfigurationen für Laptop, Smartphone und Tablet. Auf diese Weise können Sie den Zugriff eines verlorenen Geräts gezielt sperren, ohne die Einstellungen der anderen Clients ändern zu müssen. Die VPN-App importiert das Profil, und der Nutzer kann die Verbindung auf seinem Gerät starten oder beenden.
  5. Passen Sie die Lösung an Ihr Betriebssystem an. Unter Linux lässt sich WireGuard als systemseitige Netzwerkverbindung einrichten, auf Mobilgeräten kann eine Client-Anwendung die Konfiguration laden. Unter Microsoft Windows kann der VPN-Client das WireGuard-Profil als separate Anwendung verwalten. Wählen Sie den auf Ihren Geräten unterstützten Client aus und überprüfen Sie anschließend, ob die Serveradresse und die Routenführung im Profil korrekt sind.
  6. Erwarten Sie von einem VPN keine vollständige Anonymität. Ihr eigener Server leitet den Datenverkehr zwar über Ihren eigenen VPN-Tunnel weiter, macht Ihre Online-Aktivitäten jedoch nicht unsichtbar. Das Ziel, die Anmeldung im Browser und die verwendete Anwendung können Sie weiterhin identifizieren. Ein VPN schützt in erster Linie die Netzwerkverbindung und gewährleistet einen kontrollierten Zugriff; es ersetzt jedoch nicht den Schutz Ihrer Konten.
  7. Ermitteln Sie, wann Sie Ihren eigenen Tunnel nicht verwenden sollten. Wenn Sie nur auf ein einziges Gerät aus der Ferne zugreifen möchten, ist es möglicherweise unnötig, das gesamte Heimnetzwerk über ein VPN zu verbinden. Wenn mehrere eigene Geräte auf dieselben internen Systeme zugreifen müssen, kann der zentrale WireGuard-Server einen einfachen Zugangspunkt bereitstellen. Berücksichtigen Sie bei Ihrer Entscheidung die erforderlichen Routen, die Serverauslastung und die Verbindungsgeschwindigkeit.

Schlüssel, Zertifikate und spezielle Einstellungen

  1. Erstellen Sie für jedes Gerät ein eigenes WireGuard-Schlüsselpaar. Führen Sie auf dem Server den Befehl „wg genkey“ aus, um den privaten Schlüssel zu generieren, und erstellen Sie anschließend mit dem Befehl „wg pubkey“ den öffentlichen Schlüssel. Der private Schlüssel sollte auf dem jeweiligen Gerät verbleiben und darf nicht in einem Protokoll oder einer gemeinsam genutzten Datei gespeichert werden. Tragen Sie den öffentlichen Schlüssel in die Partnerkonfiguration der anderen Partei ein.
  2. Verwechseln Sie die Schlüssel nicht mit den Zertifikaten. WireGuard identifiziert die Partner anhand von öffentlichen und privaten Schlüsseln und nicht mittels einer herkömmlichen Zertifikatskette. Daher müssen in der Konfiguration die entsprechenden Schlüssel den jeweiligen Endpunkten zugeordnet werden. Bei OpenVPN kann die Konfiguration auch Zertifikate enthalten, und die Konfigurationsdateien der beiden Lösungen sind nicht untereinander austauschbar.
  3. Erfassen Sie die Daten Ihres Partners genau. Geben Sie in der Serverkonfiguration den öffentlichen Schlüssel des Clients sowie die für Ihren Partner zugelassene IP-Adresse oder den IP-Adressbereich an. Die Datei des Clients muss den öffentlichen Schlüssel des Servers, dessen Erreichbarkeitsadresse sowie die erforderlichen Routing-Einstellungen enthalten. Das Feld „AllowedIPs“ legt beispielsweise fest, welcher Datenverkehr durch den Tunnel des virtuellen privaten Netzwerks geleitet werden soll.
  4. Schützen Sie den privaten Schlüssel sowohl auf dem Server als auch auf dem Client. Beschränken Sie den Zugriff auf die Datei mithilfe der Berechtigungen des Betriebssystems und versenden Sie ihn nicht über öffentliche Kanäle. Sollte ein Gerät verloren gehen, entfernen Sie den dazugehörigen öffentlichen Schlüssel aus der Speicherliste des Servers. Dadurch wird der mit diesem Schlüssel verbundene Zugriff aufgehoben, ohne dass Sie die Schlüssel aller Clients austauschen müssen.
  5. Stellen Sie die Verbindungspflege nur in begründeten Fällen ein. Mobilfunknetze oder Firewalls können Verbindungen unterbrechen, die über einen längeren Zeitraum inaktiv sind; daher kann der Client regelmäßig Keepalive-Pakete senden. Kopieren Sie die OpenVPN-Parameter nicht automatisch: Die hier vorgestellte Keepalive-Konfiguration für den OpenVPN-Server verwendet ein Intervall von 10 Sekunden und ein Timeout von 120 Sekunden. Diese Werte gelten nicht für WireGuard-Einstellungen.
  6. Überprüfen Sie die Verschlüsselungsrollen und die Routing-Einstellungen. WireGuard verwendet den ChaCha20-Algorithmus zur Verschlüsselung, Poly1305 zur Authentifizierung und Curve25519 zum Schlüsselaustausch. Damit das virtuelle private Netzwerk funktioniert, müssen die Schlüsselpaare in der Konfiguration von Server und Client übereinstimmen. Wenn der Tunnel aufgebaut ist, das interne Gerät jedoch nicht erreichbar ist, überprüfen Sie bitte die zugelassenen Adressen und die Routing-Einstellungen des Servers.
  7. Aktualisieren Sie die Zugangsdaten bei einem Gerätewechsel. Erstellen Sie beim Anschließen eines neuen Telefons oder Computers ein separates Schlüsselpaar und fügen Sie dem Server nur dessen öffentlichen Schlüssel hinzu. Entfernen Sie den Schlüssel des alten Geräts, sobald Sie ihn nicht mehr benötigen. Auf diese Weise bleibt die Konfiguration Ihres eigenen VPN-Servers übersichtlich, und Sie müssen nicht alle Verbindungen neu konfigurieren, nur weil ein einzelner Client ausgetauscht wurde.

WireGuard oder OpenVPN: Was eignet sich besser für einen eigenen VPN-Server?

  1. Wählen Sie je nach Verwendungszweck. Für einen privaten VPN-Zugang ist WireGuard ein guter Ausgangspunkt und lässt sich als allgemeine Wahl für nahezu alle VPN-Szenarien mit Routern empfehlen. Dank seiner übersichtlichen Konfiguration sind nur wenige Einstellungen erforderlich. OpenVPN kann dann geeignet sein, wenn Ihr bestehendes Netzwerk bereits darauf basiert oder die von Ihnen verwendeten Geräte dies unterstützen.
  2. Bitte beachten Sie den Aufbau der Verbindung. Der Verbindungsaufbau mit WireGuard erfolgt in einem einzigen Schritt, was eine einfache und schnelle Verbindungsherstellung ermöglicht. Dies allein bestimmt jedoch nicht die gesamte Datenübertragungsgeschwindigkeit. Die Latenz und die Übertragungsgeschwindigkeit werden auch durch die Netzwerkroute, die Serverauslastung und die Internetverbindung beeinflusst.
  3. Berücksichtigen Sie die Prozessorauslastung. Die Verschlüsselungsaufgaben eines privaten VPN-Gateways sind CPU-gebunden und nicht speichergebunden. Als Ausgangsbasis für die Dimensionierung können 1 vCPU und 1 GB RAM für WireGuard verwendet werden. Bei einer Bandbreite für Privatkunden reicht dies für die Verwaltung von 5 bis 10 gleichzeitigen Geräteverbindungen aus. Die tatsächliche Auslastung hängt vom Datenverkehr und dem Verschlüsselungsaufwand ab.
  4. Lernen Sie die Verschlüsselungskomponenten von WireGuard kennen. WireGuard verwendet den ChaCha20-Algorithmus zur Verschlüsselung, Poly1305 zur Authentifizierung und Curve25519 zum Schlüsselaustausch. Diese Algorithmen sind Bestandteil des Protokolls, sodass Sie kein separates Verschlüsselungspaket zusammenstellen müssen. In der Konfiguration des Servers und aller Clients müssen die entsprechenden Schlüssel angegeben werden.
  5. Wählen Sie PPTP nicht für einen neuen Server. Die Verwendung von PPTP wird nicht empfohlen, da es bekannte Sicherheitsprobleme gibt. Verwenden Sie bei der Einrichtung von WireGuard oder OpenVPN moderne Schlüsselverwaltung, halten Sie das System auf dem neuesten Stand und regeln Sie den Zugriff angemessen. Die Wahl des Protokolls ist kein Ersatz für die regelmäßige Wartung des Servers.
  6. Testen Sie die ausgewählte Lösung mit echten Clients. Installieren Sie WireGuard auf dem Linux-Server und stellen Sie anschließend über eine separate Konfiguration eine Verbindung von Ihrem Laptop und Ihrem Smartphone her. Überprüfen Sie, ob die gewünschten internen Adressen erreichbar sind und ob die Verbindung nach einem Verbindungsabbruch wiederhergestellt wird. Testen Sie auch bei OpenVPN die Netzwerkwege und den Zugriff.
  7. Passen Sie die Linux-Umgebung an das von Ihnen gewählte Protokoll an. Die für den Betrieb des Servers erforderlichen Ressourcen und Systemeinstellungen werden durch die jeweilige Aufgabe bestimmt. Wenn Sie einen Linux-basierten VPN-Gateway einrichten möchten, sehen Sie sich die Umgebungen der VPS-Server an und wählen Sie anschließend die Lösung aus, die für die geplante WireGuard- oder OpenVPN-Installation geeignet ist.

Wenn der OpenVPN-Server auf einem NAS oder Router läuft, kann AES-256 als Beispiel bei der Überprüfung der Verschlüsselungseinstellungen herangezogen werden. Das Profil auf der Client-Seite muss mit den Server-Einstellungen übereinstimmen; überprüfen Sie daher vor dem Verbindungsaufbau die angegebenen Verbindungs- und Authentifizierungsdaten. Wählen Sie beim Erstellen eines Windows-VPN-Profils den VPN-Verbindungstyp entsprechend dem von Ihrem Unternehmen oder Ihrem VPN-Dienst verwendeten Typ aus. Zur Authentifizierung können Benutzername und Passwort, ein Einmalpasswort, ein Zertifikat oder eine Smartcard verwendet werden. Wählen Sie die Authentifizierungsmethode, die vom Server und dem jeweiligen Profil tatsächlich unterstützt wird; so vermeiden Sie, dass die Verbindung aufgrund abweichender Einstellungen fehlschlägt. Testen Sie das Profil auf dem tatsächlichen Client und überprüfen Sie die Verbindung, indem Sie auf die gewünschten Netzwerkressourcen zugreifen.

Die vorgestellte OpenVPN-Konfiguration nutzt das Netzwerk 192.168.2.0 255.255.255.0 für die VPN-Clients. Es empfiehlt sich, diesen Adressbereich zusammen mit den Client-Einstellungen zu überprüfen, um sicherzustellen, dass die zugewiesenen Adressen und die zu erreichenden internen Netzwerke nicht miteinander verwechselt werden. Der Server legt mit dem Keepalive-Parameter den Wert 10 120 fest: Die Verbindung wird in Abständen von 10 Sekunden überprüft, die Zeitüberschreitung beträgt 120 Sekunden. Achten Sie während des Tests darauf, ob der Client nach einem Verbindungsabbruch den Server wieder erreichen kann und ob die gewünschten Routen weiterhin funktionieren. Wenn Sie Änderungen an der Konfiguration vornehmen, überprüfen Sie sowohl auf der Server- als auch auf der Client-Seite, ob die Werte übereinstimmen, und wiederholen Sie anschließend den Test. Auf diese Weise wird die gewählte OpenVPN-Konfiguration nicht nur gestartet, sondern gewährleistet auch den geplanten Zugriff.

AWh: Webhosting

Das Webhosting von aWh ist die richtige Wahl, wenn Sie neben einem auf einem Linux-VPS laufenden VPN auch eine Website betreiben möchten. Der VPN-Server und das Webhosting erfüllen jeweils eine eigene Aufgabe: Das VPN gewährleistet einen sicheren Fernzugriff auf das Netzwerk, während das Webhosting der Bereitstellung der Website dient. Auf diese Weise lässt sich die Einrichtung eines eigenen VPN-Servers vom Betrieb der Webinhalte trennen.

Sollte Ihr Hauptziel weiterhin der Betrieb von WireGuard sein, sollten Sie bei der Auswahl des Servers die Linux-Umgebung, die erforderlichen Netzwerkeinstellungen und die geplanten Client-Verbindungen berücksichtigen. Für das Hosting Ihrer Website steht Ihnen das Webhosting von aWh zur Verfügung. Um mehr über die Dienstleistungen zu erfahren, besuchen Sie bitte die Website awh.hu.

Planen Sie den nächsten Schritt für Ihr VPN

Richten Sie nach der Einrichtung Ihres eigenen VPN-Servers eine einfache Wartungsroutine ein: Halten Sie das System auf dem neuesten Stand und entziehen Sie nicht mehr genutzten Geräten den Zugriff. Legen Sie außerdem fest, welche Benutzer und Netzwerkressourcen aus der Ferne zugänglich sind. So bleibt die Konfiguration auch dann übersichtlich, wenn Sie einen neuen Computer oder ein neues Smartphone anschließen.

Wenn Sie eine Linux-basierte Serverumgebung für den Betrieb eines VPN benötigen, könnte der KVM-VPS-Dienst von aWh für Sie relevant sein. Das Webhosting dient dem Betrieb von Websites, während die Domain-Registrierung der Nutzung einer eigenen Webadresse dient. Da diese Dienste unterschiedliche Aufgaben erfüllen, sollten Sie Ihre Wahl an Ihren tatsächlichen technischen Anforderungen ausrichten.

Wenn Sie sich einen Überblick über die verfügbaren Möglichkeiten verschaffen möchten, wenden Sie sich bitte an aWh. Mit einem gut geplanten nächsten Schritt können Sie Ihre eigene Netzwerkumgebung souverän weiter ausbauen.

Häufig gestellte Fragen

Wozu dient ein VPN und warum benötigen Sie möglicherweise eines?

Mithilfe eines VPNs können Sie auch aus der Ferne auf bestimmte Ressourcen Ihres Heim- oder Firmennetzwerks zugreifen. Der Einsatz eines VPNs empfiehlt sich beispielsweise, wenn Sie unterwegs auf eine interne Unternehmensanwendung oder ein eigenes Netzwerkgerät zugreifen müssen. Sie legen im Voraus fest, welche Benutzer und Geräte Zugriff erhalten sollen, sodass die Verbindung nicht automatisch auf das gesamte Netzwerk ausgedehnt wird.

Was ist ein VPN?

Ein VPN ist eine Netzwerkverbindung, über die Traffic zwischen einem Gerät und einem entfernten Endpunkt übertragen werden kann. Die Funktionsweise unterscheidet sich vom Remote-Desktop-Zugriff: Ein VPN stellt eine Netzwerkverbindung her, während der Remote-Desktop die Benutzeroberfläche eines anderen Computers anzeigt. Über ein VPN können Sie auch auf verschiedene lokale Dienste zugreifen, sofern dies durch die Routing-Einstellungen und die Berechtigungen ermöglicht wird.

Sollten Sie einen VPN-Router einrichten oder einen VPS-Gateway nutzen?

Ihr Heimrouter kann als geeigneter Endpunkt dienen, wenn Sie von außerhalb des Internets auf Ihre eigenen Geräte zu Hause zugreifen möchten. Mit einem VPS-Gateway können Sie das VPN auf einem separaten Server betreiben, sodass der Zugriff darauf nicht davon abhängt, ob Ihr Heimrouter eingeschaltet ist. Die beiden Lösungen schließen sich nicht unbedingt gegenseitig aus: Wenn Sie über den VPS auch auf Ihr Heimnetzwerk zugreifen möchten, müssen Sie die Route zwischen den beiden Netzwerken planen.

Welche Hardware und welche Internetverbindung sind für einen eigenen VPN-Server erforderlich?

Für einen Heimserver benötigen Sie einen Computer oder Router, auf dem die VPN-Software kontinuierlich laufen kann und der über eine stabile Netzwerkverbindung verfügt. Die Datenübertragung aus der Ferne kann durch die Upload-Kapazität Ihrer privaten Internetverbindung eingeschränkt werden, insbesondere beim Zugriff auf große Dateien. Bei einem VPS sollten Sie die Serverressourcen entsprechend dem gleichzeitigen Datenverkehr und der Verschlüsselungslast auswählen. Auch die Netzwerkkarte und die Routing-Einstellungen beeinflussen den Betrieb.

Wie richtet man Schritt für Schritt einen eigenen VPN-Server auf einem VPS ein?

Wählen Sie eine unterstützte Linux-Umgebung aus und melden Sie sich anschließend mit Administratorrechten an. Starten Sie nach der Installation und Konfiguration von WireGuard die Verbindung mit dem Befehl „wg-quick up wg0“. Mit dem Befehl „wg show“ können Sie den Status der Schnittstelle und der Peers einsehen. Wenn alles ordnungsgemäß funktioniert, richten Sie den automatischen Start des Dienstes ein und testen Sie ihn anschließend auch nach einem Neustart.

Wie lassen sich VPN-Clients und eine sichere Verschlüsselung einrichten?

Überprüfen Sie in der Client-Anwendung, ob eine Verbindung zum richtigen Server besteht und ob nur die erforderlichen Netzwerkpfade verwendet werden. Bei WireGuard zeigt die Ausgabe von „wg show“ auf dem Server den letzten Handshake sowie den Traffic der Peers an. Zeigen Sie den Konfigurations-QR-Code bei der Einrichtung Ihres Smartphones nicht an öffentlichen Orten. Überprüfen Sie bei einem Verbindungsfehler zunächst den Status des Clients und anschließend das Serverprotokoll.

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