Website-Erstellung: Ein Leitfaden für den Einstieg

7 Min. Lesezeit

Eine eigene Website ist heutzutage für jedes Unternehmen, jeden Freiberufler und jede Organisation unverzichtbar: Sie ist der Ort, an dem Sie sich nach Ihren eigenen Regeln präsentieren können, der in Suchmaschinen auffindbar ist und der nicht durch den Algorithmus einer sozialen Plattform eingeschränkt wird. Die Erstellung einer Website ist zudem viel einfacher, als es auf den ersten Blick erscheint, wenn Sie wissen, aus welchen Teilen sie besteht und in welcher Reihenfolge Sie vorgehen sollten.

In dieser Anleitung gehen wir auf die technischen Grundlagen einer Website, die verschiedenen Möglichkeiten ihrer Erstellung, die vorgeschriebenen rechtlichen Elemente, die grundlegenden Einstellungen für Sicherheit und Geschwindigkeit sowie die ersten Schritte zum Start ein.

Die drei Säulen: Domain, Webhosting, Content-Management-System

1. Domainname – die Adresse der Website (zum Beispiel cegnev.hu). Diese muss registriert und jährlich verlängert werden. Für ein ungarisches Publikum ist die Domainendung .hu die beste Wahl; weitere Informationen zur Auswahl finden Sie in unserem Leitfaden zur Domainauswahl. Eine .hu-Domain kostet bei aWh jährlich 5,44 € + MwSt.

2. Webhosting – der Server, auf dem sich die Dateien und die Datenbank einer Website befinden und über den Besucher darauf zugreifen können. Für die meisten Websites reicht ein Shared Hosting aus; in unserem Leitfaden für Einsteiger erfahren Sie mehr über die verschiedenen Arten von Webhosting und deren Funktionsweise.

3. Content-Management-System oder Website – die Website selbst: ein Content-Management-System (z. B. WordPress), in dem Sie die Seiten ohne Programmierkenntnisse bearbeiten können, oder eine statische Seite oder eine individuell entwickelte Lösung.

Die Domain verweist über das DNS auf das Hosting; befinden sich beide am selben Ort, erfolgt die Konfiguration automatisch.

Wie erstellt man eine Website?

Vorgehensweise Vorteile Nachteile Für wen
WordPress (auf eigenem Hosting) Kostenlos, unzählige Vorlagen und Plugins, ohne Programmierkenntnisse bearbeitbar – ganz für Sie allein Aktualisieren und schützen Die meisten Unternehmenswebseiten, Blogs und kleineren Online-Shops
Online-Website-Baukästen (Wix, Squarespace usw.) Ganz einfach: alles aus einer Hand Monatliche Gebühr, an die Plattform gebunden, eingeschränkte Anpassungsmöglichkeiten, schwieriger Wechsel Für alle, die schnell eine einfache Website benötigen und sich nicht um den Betrieb kümmern möchten
Statische Seite (HTML, Hugo, Jekyll, Astro) Sehr schnell, sicher und kostengünstig im Betrieb Für die Bearbeitung sind technische Kenntnisse erforderlich Entwickler, Dokumentationen, Seiten, die nur selten aktualisiert werden
Maßgeschneiderte Entwicklung Genau auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten Lieber Kunde, Sie sind vom Entwickler abhängig Spezielle Funktionen, große Projekte

In den meisten Fällen ist WordPress ein guter Ausgangspunkt: Ein Großteil der Websites weltweit läuft darauf, es stehen zahlreiche ungarische Themes und Entwickler zur Verfügung, und es lässt sich zu einem Online-Shop (WooCommerce) erweitern. Über die Installation informiert Sie unsere WordPress-Installationsanleitung, und über die Wahl zwischen den Editoren erfahren Sie mehr in unserem Artikel zu Elementor oder Gutenberg.

Planung: Bevor Sie irgendetwas installieren

  1. Ziel: Was möchten Sie erreichen? Sich vorstellen, Angebotsanfragen sammeln, Produkte verkaufen, Inhalte veröffentlichen?
  2. Zielgruppe: An wen richtet sich der Beitrag, und was suchen die Besucher bei Ihnen?
  3. Seitenstruktur: Startseite, Über uns, Dienstleistungen oder Produkte, Referenzen, Blog, Kontakt. Beginnen Sie mit wenigen, gut geschriebenen Seiten.
  4. Inhalt: Texte und Bilder sind mindestens genauso wichtig wie das Design. Eigene, qualitativ hochwertige Fotos und klare Texte, die die Fragen der Besucher beantworten.
  5. Budget: Domain, Hosting, eventuell Premium-Vorlagen oder Plugins, Entwickler sowie die Wartung. Unsere Artikel zu den Start- und Wartungskosten befassen sich mit diesen Kosten.

Rechtlich vorgeschriebene Angaben

Auf der Website eines ungarischen Unternehmens sind in der Regel folgende Elemente erforderlich:

  • Anbieterdaten (Impressum): Name des Unternehmens, Sitz, Kontaktdaten, Handelsregisternummer oder Registrierungsnummer, Steuernummer sowie Name und Kontaktdaten des Hosting-Anbieters (gemäß dem Gesetz über den elektronischen Geschäftsverkehr).
  • Datenschutzerklärung: Wenn Sie personenbezogene Daten verarbeiten (Formulare, Newsletter, Analysen), finden Sie dazu Informationen in unserem Leitfaden zur DSGVO.
  • Umgang mit Cookies: Für Analyse- und Marketing-Cookies ist eine vorherige Einwilligung erforderlich.
  • Online-Shop: Allgemeine Geschäftsbedingungen, Verbraucherinformationen (z. B. zum Widerrufsrecht) sowie Informationen zu Versand und Zahlung.
  • Barrierefreiheit: Seit Juni 2025 gelten die EU-Anforderungen an die Barrierefreiheit auch für die meisten Online-Shops und Online-Dienste (Kleinstunternehmen sind mit bestimmten Ausnahmen davon ausgenommen).

Die vollständige Liste finden Sie in unserer Checkliste zu den rechtlichen Voraussetzungen für den Betrieb einer Website. Dies stellt keine Rechtsberatung dar; es empfiehlt sich, die rechtlichen Dokumente für einen Online-Shop von einem Fachmann erstellen zu lassen.

Sicherheit vom ersten Tag an

  • HTTPS: kostenloses Let’s Encrypt-Zertifikat und automatische Weiterleitung zu HTTPS.
  • Starke Passwörter und Zwei-Faktor-Authentifizierung im Webhosting-Bereich und im WordPress-Adminbereich.
  • Aktualisierungen: Regelmäßige Aktualisierung von WordPress, dem WordPress-Theme und den Plugins.
  • Nur wenige, zuverlässige Plugins; löschen Sie die nicht verwendeten.
  • Sicherung: tägliche Sicherung auf dem Speicherplatz sowie gelegentlich eine eigene Kopie.

Unsere praktische Checkliste befasst sich mit der Sicherheit von WordPress.

Geschwindigkeit und SEO-Grundlagen

  • Schneller Speicher (NVMe-SSD, aktuelle PHP-Version) und Caching.
  • Optimierte Bilder: WebP-Format, passende Größe; dazu finden Sie weitere Informationen in unserem Leitfaden zur Bildoptimierung.
  • Mobilfreundliches Design: Die Mehrheit der Besucher greift über das Smartphone auf die Website zu.
  • Individuelle Seitentitel und Beschreibungen, aussagekräftige URLs, logische Überschriften.
  • Google Search Console: Registrierung der Website und Einreichen der Sitemap; wie eine neue Website in die Suchergebnisse von Google und Bing aufgenommen wird, erfahren Sie in unserem Knowledge-Base-Artikel.
  • Google-Unternehmensprofil, falls Sie ein lokales Unternehmen betreiben.

Die ersten Schritte

  1. Registrieren Sie Ihre Domain und bestellen Sie Ihr Hosting.
  2. Installieren Sie WordPress (oder laden Sie die statische Seite hoch).
  3. Wählen Sie eine Vorlage aus und nehmen Sie die Grundeinstellungen vor (Sprache, Zeitzone, direkte Links, HTTPS).
  4. Laden Sie Ihre Inhalte hoch: Seiten, Bilder, Kontaktformular.
  5. Rufen Sie die rechtlichen Hinweise auf und nehmen Sie die Einstellungen zur Cookie-Verwaltung vor.
  6. Erstellen Sie Ihre eigenen E-Mail-Adressen mit eigener Domain.
  7. Testen Sie die Website auf dem Handy und am Computer, probieren Sie die Formulare aus und messen Sie die Geschwindigkeit.
  8. Aktivieren Sie die Indizierung durch Suchmaschinen und registrieren Sie die Website in der Search Console.

Die einzelnen Schritte werden in unserer Anleitung zum Erstellen einer Website ausführlich beschrieben.

Haftungsausschluss

Eine Website ist keine einmalige Angelegenheit: Updates müssen regelmäßig installiert, Backups überprüft, die Inhalte auf dem neuesten Stand gehalten und die Domain sowie der Webhosting-Vertrag rechtzeitig verlängert werden. Ein bis zwei Stunden pro Monat reichen dafür aus – und das ist deutlich weniger Aufwand als die Wiederherstellung einer vernachlässigten, gehackten Website.

Zusammenfassung

Für eine Website benötigen Sie eine Domain, Hosting und ein Content-Management-System (meistens WordPress). Legen Sie das Ziel und die Struktur fest, verfassen Sie hochwertige Inhalte, fügen Sie die erforderlichen rechtlichen Hinweise ein, aktivieren Sie HTTPS und die Datensicherung und pflegen Sie die Website regelmäßig.

Bei aWh können Sie Ihre Domains, Ihr Webhosting und Ihre E-Mail-Konten an einem Ort verwalten; die Webhosting-Pakete sind neben dem kostenlosen „Web Free“-Paket bereits ab 6,53 € pro Jahr erhältlich, das WordPress-Hosting ab 13,06 € pro Jahr (ohne MwSt.).

Häufig gestellte Fragen

Wie viel kostet eine Website?

Wenn Sie Ihre Website selbst erstellen, kosten eine .hu-Domain und ein kleines Hosting-Paket jährlich einen zwei- bis niedrigen dreistelligen Euro-Betrag. Wenn Sie die Erstellung von einem Fachmann durchführen lassen, können die Entwicklungskosten je nach Umfang und Funktionen ein Vielfaches davon betragen.

Muss man programmieren können?

Nein. Mit WordPress oder einem Website-Baukasten können Sie auch ohne Programmierkenntnisse eine anspruchsvolle Website erstellen. Programmierkenntnisse sind nur für individuelle Funktionen erforderlich.

WordPress oder Website-Baukasten?

Der Website-Baukasten ist einfacher zu bedienen, jedoch an die Plattform gebunden und mit einer monatlichen Gebühr verbunden. Bei WordPress auf eigenem Hosting gehört die Website Ihnen, sie lässt sich freier anpassen und erweitern, dafür müssen Sie die Updates jedoch selbst durchführen.

Wie lange dauert die Erstellung einer Website?

Eine einfache Vorstellungsseite lässt sich innerhalb weniger Tage erstellen, sofern die Texte und Bilder bereits vorliegen. Die meiste Zeit nimmt in der Regel die Erstellung der Inhalte in Anspruch.

Was benötigen Sie für einen Online-Shop?

Darüber hinaus sind ein Online-Shop (z. B. WooCommerce), ein Zahlungsdienstleister, Versandoptionen, Rechnungsstellung sowie die rechtlichen Dokumente zum Verbraucherschutz erforderlich. Auch der Webhosting-Tarif muss leistungsfähiger sein als bei einer einfachen Präsentationsseite.

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