Was ist eine Subdomain und wann empfiehlt sich deren Verwendung?

Domain 4 Min. Lesezeit

Eine Subdomain (engl. „subdomain“) ist ein vorangestellter Teil des Domainnamens, der durch einen Punkt getrennt ist: In der Adresse „blog.pelda.hu“ ist „blog“ die Subdomain, „pelda.hu“ die Hauptdomain. Auch „www“ ist eine Subdomain, nur ist dies so geläufig, dass wir es nicht als solche wahrnehmen.

Subdomains müssen nicht separat registriert werden und es fallen keine zusätzlichen Gebühren an: Sofern Sie Eigentümer des Domainnamens sind, können Sie darunter so viele Subdomains anlegen, wie Ihr Hosting-Paket oder Ihr DNS-Anbieter zulässt. Technisch gesehen handelt es sich um einen DNS-Eintrag, der angibt, auf welchen Server der Name verweist.

Die Subdomain entspricht nicht der Domain-Ebene. In der Adresse „pelda.co.hu“ ist „pelda“ ein Name der dritten Ebene, doch handelt es sich hierbei um Ihre registrierte Domain, da „.co.hu“ selbst als Domainendung fungiert; eine Subdomain davon wäre beispielsweise „blog.pelda.co.hu“.

Wozu dient das?

  • Ein eigenständiger Bereich mit eigener Anwendung: Ein Online-Shop (bolt.pelda.hu), ein Kundenportal oder eine Wissensdatenbank kann auf einem anderen System oder sogar auf einem anderen Server als die HauptWebsite betrieben werden.
  • Testumgebung: Unter der Adresse staging.pelda.hu können Sie die Änderungen ausprobieren, bevor Sie sie live schalten (Einrichten einer WordPress-Staging-Umgebung).
  • Dienste: „mail.pelda.hu“ oder „ftp.pelda.hu“ sind die Adressen für E-Mail-Verkehr und Datei-Uploads.
  • Ein externer Dienst unter eigenem Namen – beispielsweise „hirlevel.pelda.hu“ oder „tudastar.pelda.hu“ – kann über einen CNAME-Eintrag auf ein externes System verweisen.
  • Sprach- oder Länderversionen: zum Beispiel en.pelda.hu, wobei hierfür auch das Unterverzeichnis geeignet ist.

Subdomain, Unterverzeichnis oder eigene Domain?

  Subdomain Unterverzeichnis Separate Domain
Beispiel blog.pelda.hu pelda.hu/blog pelda-blog.hu
Sonderpreis Keine Keine Ja, jährlich
Ist ein Wechsel auf einen anderen Server möglich? Ja, über DNS Nur bei komplexeren Konfigurationen Ja
Eigenes System Einfach Auf demselben Hosting, in einem eigenen Ordner Einfach
Cookies und Anmeldung Können separat verwaltet werden Gemeinsam mit der Startseite Völlig separat

Aus Sicht der Suchmaschinenoptimierung gibt es keinen allgemeinen Sieger: Google kann beide Lösungen verarbeiten; die Wirkung wird durch den Inhalt und die interne Verlinkung bestimmt. In der Praxis ist es einfacher, ein Unterverzeichnis als Teil der HauptWebsite zu betreiben, da beispielsweise die Analyse-Tools und die Search Console nicht separat eingerichtet werden müssen. Wenn es also keinen technischen Grund für eine Subdomain gibt – wie beispielsweise ein anderes System oder einen anderen Server –, ist ein Unterverzeichnis für den Blog und die Serviceseiten die naheliegendere Wahl.

Eine eigene Domain ist dann sinnvoll, wenn es sich um eine eigene Marke oder ein eigenständiges Projekt handelt. Auf dem Webhosting-Konto kann diese als Zusatzdomain betrieben werden. Die Unterschiede zwischen den beiden Lösungen werden in unserem Blogbeitrag „Zusatzdomain vs. Subdomain“ ausführlich erläutert.

Wie können Sie eine Subdomain erstellen?

Bei cPanel-Hosting auf der Seite „Domains“ über die Schaltfläche „Create A New Domain“ unter Angabe des vollständigen Subdomainnamens. Die einzelnen Schritte werden im Artikel zum Hinzufügen von Domains und Subdomains beschrieben.

Auf der Seite „Domains“ unter „Webhosting“:

  1. Klicken Sie auf die Schaltfläche „Domain hinzufügen“.
  2. Wählen Sie im Abschnitt „Domain-Typ“ die Option „Subdomain“ aus.
  3. Geben Sie im Feld „Vollständiger Domainname“ die Subdomain ein, zum Beispiel blog.pelda.hu.
  4. Im Abschnitt „Domain-Ziel / Speichertyp“ verweist „Lokales Verzeichnis“ auf einen Ordner des Speicherplatzes, während „Weiterleitung von Dokumenten“ auf eine andere Website weiterleitet.
  5. Klicken Sie auf die Schaltfläche „Speichern“.

Falls Sie die DNS-Einstellungen Ihrer Domain anderweitig verwalten, müssen Sie dort ebenfalls einen A-Eintrag oder einen CNAME-Eintrag für die Subdomain anlegen. Verwendet die Domain unsere Nameserver, übernimmt das Verwaltungsportal dies automatisch. Der neue Eintrag ist in der Regel schnell aktiv, ist jedoch während der DNS-Propagierungsphase nicht überall sichtbar.

Worauf sollten Sie achten?

  • SSL: Für jede Subdomain ist ein Zertifikat erforderlich. Das kostenlose Zertifikat für cPanel-Hosting und Webhosting kann dies abdecken, allerdings muss die DNS-Eintragung des Namens bereits auf den Hosting-Server verweisen. Ein Wildcard-Zertifikat deckt eine Ebene von Subdomains ab: „*.pelda.hu“ gilt für die Adresse „blog.pelda.hu“, jedoch nicht für die Adresse „teszt.blog.pelda.hu“.
  • Die Subdomains sind öffentlich einsehbar. Die ausgestellten Zertifikate werden in öffentlichen Protokollen erfasst, weshalb auch eine vermeintlich vertrauliche Domain wie „teszt.pelda.hu“ auffindbar ist. Dies wird im Artikel zur Zertifikatstransparenz erläutert. Schützen Sie Ihre Testumgebung mit einem Passwort.
  • Lassen Sie keine verwaisten Einträge zurück. Wenn Sie einen externen Dienst kündigen, löschen Sie bitte auch den darauf verweisenden CNAME-Eintrag. Ein versehentlich zurückgelassener Eintrag kann von einem Angreifer missbraucht werden, indem dieser die Zieladresse beim Anbieter registriert und Inhalte unter Ihrem Namen anzeigt.
  • E-Mail: Für E-Mails, die im Namen der Subdomain versendet werden, sind möglicherweise separate SPF- und DKIM-Einträge erforderlich. Dies wird in dem Artikel zum SPF-Eintrag erläutert.
  • Suchmaschinen: Die Testumgebung darf nicht in den Suchergebnissen erscheinen. Bei WP-Toolkit-Klonen ist die Indizierung standardmäßig deaktiviert.

Der Artikel über TLDs befasst sich mit dem Aufbau von Domainnamen.

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